Kurzbericht der Mitgliederversammlung von EventKultur Rhein-Neckar e.V.

Rückblick 2016/ Bericht des Vorstands

 

Strukturen

  • Vorstand trifft sich ca. monatlich
  • Diverse Veranstaltungen
  • Lobbyarbeit
  • Vertretung im Bundesverband LiveKomm (Digitalisierung, APPLAUS, Kulturräume, Studien, GEMA)

Veranstaltungen/ Themen

  • Nachtbus für Mannheim
  • GEMA
  • runder Tisch mit Polizei und Ordnungsamt HD/MA
  • Tanzverbot
  • Branchenumfrage Musikwirtschaft
  • Flüchtlinge
  • Mindestlohn
  • Fußballturnier
  • Kulturräume stärken
  • VRN Kombitickets
  • Clubförderung (siehe unten)

Vertretung auf Events

  • Reeperbahnfestival
  • Denkfest
  • LiveKomm

Netzwerke/ Lobbyarbeit

  • LiveKomm
  • Kreativwirtschaft
  • Metropolregion Rhein-Neckar
  • DEHOGA
  • Stadtmarketing
  • Politik

Marketing/ Mitgliedergewinnung

  • Stand Mitglieder: 17 Mitglieder
  • Facebookseite und Gruppe
  • Roll Up
  • NEU: Newsletter
  • Idee: Gemeinsamer Programmflyer?! (A6 Format)


Ausblick 2017 und Aktionen

 

Themen:

  • Personal und Löhne in der Veranstaltungsbranche / Mindestlohn
  • Wahl – Stolpersteine Bundestagswahl
  • Normen, Gesetze und Regeln der VstättVO
  • Ticketing
  • Landestreffen Baden-Württemberg
  • Marketing und Mitgliedergewinnung
  • runder Tisch
  • Thema KSK / (Schein)Selbstständigkeit
  • Fußballturnier
  • Maifeld Derby Empfang
  • Kooperation Backstage Pro ggf. regionaler ClubAward
  • Netzwerkportal equiip.de

Mehrwerte für Mitglieder

  • GEMA-Rabatt 20%
  • Infoveranstaltungen
  • Expertenvermittlung
  • Netzwerke
  • Stärkung Image in Politik und Gesellschaft
  • Plan: Regionales Clubförderungsprogramm

Langfristige Ziele und Ideen

  • Gütesiegel für Clubs und Veranstalter
  • Branchentreffen mit Sponsoren
  • Umfrage und Statistiken (PopAkademie und Uni)
  • „Club-Award“
  • Clubtour
  • Nacht der Clubs
  • Werbegemeinschaften

 

Konzept Regionale Clubförderung EventKultur Rhein-Neckar

EventKultur Rhein-Neckar, der Verband für Clubbetreiber und Veranstalter in der Metropolregion Rhein-Neckar will mit einem neuartigen Konzept Anträge an die Kommunen in der Metropolregion stellen einen gemeinsamen Topf für die Region zu schaffen der mit 100.000 Euro das kulturelle Angebot der Clubs fördert. Wir versuchen hier auch neue Wege zu gehen und ebenfalls Firmen zu gewinnen zur Attraktivität des Standort Metropolregion beizutragen.

Der Topf könne dann von Eventkultur Rhein-Neckar verwaltet werden um nach einem “technischen” Schlüssel (bspw. GEMA-pflichtige Veranstaltungen oder Künstlersozialkasse) die Förderungen auf die Antragsteller zu verteilen. Die Vorzüge dieses Förderinstruments sind Transparenz, eine geringe Verwaltungskostenquote, das Vermeiden von Doppelförderungen, der Schulterschluss mit den Urhebern und langfristige Planungssicherheit für Antragsteller.

Wir sind uns sicher, dass sowohl in Politik als auch bei den starken Arbeitgebern in der Region angekommen ist, dass Clubs und Spielstätten ein wichtiger Standortfaktor für die Stadtentwicklung sind und eine bedeutende kulturelle, soziale und wirtschaftliche Dimension für die Entwicklung der Metropolregion Rhein-Neckar haben.

Entwurf für Förderregelungen im Überblick

Was wird gefördert?

Livemusik, d.h., alle Veranstaltungen, deren wesentlicher Inhalt die Aufführung von Musik durch lebende Personen auf einer Bühne ist, wie insbesondere live spielende Bands oder künstlerische DJs, die eigene Musik kreieren.

Clubkultur in Form von kreativen und künstlerischen Betätigungen durch Künstler (bildende Kunst, Design, Musiker)

Wer wird gefördert?

Musikclubs oder Musikinitiativen mit festem Spielort in der Metropolregion Rhein-Neckar, die von den derzeitigen Betreibern bis Ende der Antragsfrist mind. ein Jahr geöffnet sind und bei der GEMA ihre Konzerte angemeldet haben.

Mindestens 24 Live-Musik-Konzerte (inkl. Live-DJ-Ereignisse) pro Jahr. Hierzu zählen auch Konzerte mit GEMA-freiem Repertoire.

Wie wird gefördert?

Im Rahmen der verfügbaren Mittel werden die, für Livemusik gezahlte GEMA-Urheberrechtsvergütungen (alt. ggf. Beiträge für die Künstlersozialkasse) erstattet.

Nach Eingang und Prüfung der Anträge erstellt Eventkultur Rhein-Neckar einen vorläufigen Verteilungsplan (Verteilungsschlüssel) und vergibt im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel eine entsprechende Zuwendung an die Musikclubs.

Ziel ist die vollständige Erstattung der GEMA-Urheberrechtsvergütungen. Übersteigt der insgesamt berechtigt geltend gemachte Betrag den nach Abzug einer Aufwandsentschädigung verbleibenden Zuwendungsbetrag, erfolgt die Verteilung anteilig (pro rata).

 

 

 

 

 

 

 

 

Sind unsere Clubs am Ende?

Podiumsdiskussion zu aktuellen Problemen für Clubs und Veranstaltungshäuser

Im Rahmen der Mitgliederversammlung 2016 des Club- und Veranstalterverband Eventkultur Rhein-Neckar wollen wir mit 3 Experten best-practice Beispiele, verschiedene Betreibermodelle und die aktuellen Herausforderungen der Club und Veranstaltungsszene diskutieren.

2. November, 17-19.30 Uhr, im Musikpark Mannheim
Moderation: Daniel Nagel, regioactive, Backstage Pro – Das Profinetzwerk für die Musikszene

Hier gehts zum facebook event

Ob hohe Anforderungen von GEMA, KSK, Landesbauordnung, Lärmproblemen, ausbleibenden Gästen, Besteuerungsmodellen, Wandel der Besucherinteressen, Auflagen der Kommune, Stress mit Behörden, Polizei, Gästen – oder den rechtlichen Folgen.
Meist stehen Betreiber von Musikspielstätten gefühlt mit einem Bein im Knast. Dazu bleibt dennoch der Eindruck in der Öffentlichkeit, dass mit dem Betrieb eines Clubs „ein Haufen Kohle“ zu verdienen ist. Wir diskutieren wie es tatsächlich ist und was die Herausforderungen im Spielstättenbetrieb von heute sind – mit:

Sören Gerhold, Geschäftsführer Alte Feuerwache Mannheim (gGmbH)
Seit Herbst 2009 war Gerhold, geboren 1983 in Speyer, Assistent und Stellvertreter des Geschäftsführers. Bereits seit 2004 ist Gerhold als Mitarbeiter in der Alten Feuerwache in unterschiedlichen Bereichen des Eventmanagements tätig und absolvierte dort seine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann. Seit Oktober 2012 ist er Geschäftsführer und Vertritt somit ein Veranstaltungshaus in städtischer Hand. Gerhold führt ein Team von zwölf Vollzeit-Mitarbeitern. Der städtische Zuschuss für die Feuerwache beträgt inzwischen jährlich 778 000 Euro, dazu kommen projektgebundene Zuschüsse unter anderem vom Land.

Guy Dechandol, ehemaliger Geschäftsführer des Schwimmbad-Musik Club Heidelberg
ab 2004 bis 2015 Geschäftsführer des Schwimmbad Musik-Club in Heidelberg. der deutschlandweit bekannte Laden wurde 1979 eröffnet. Das Konzept: Live-Musik, aber auch regulärer Diskobetrieb. Von Anfang an bekam der Club nie irgendeine finanzielle Förderung seitens der Stadt Heidelberg. Ab Mitte der 1980er Jahre treten Bands auf, die später weltberühmt werden sollten: Green Day, Soundgarden, Lemonheads, Guano Apes, Fury in the Slaughterhouse, Wir sind Helden, Reamonn, Sportfreunde Stiller oder Die Fantastischen Vier. In den späten 80ern und den 90ern fühlten sich im Schwimmbad-Club vor allem Fans alternativer Musik zu Hause. 2015 entscheidet der Betreiber den Betrieb zu schließen, da er keine Zukunftsaussichten nach einer notwendigen Sanierung durch den Eigentümer sah.

Tiemo Feldmann, Geschäftsführer Kulturzentrum Gleis4 Frankenthal (gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)
Im September 2014 eröffnete der Musiker, Schlagzeuglehrer und Inhaber der Music Academy Frankenthal zusammen mit Beate Vogel nach einjährigem Ausbau das Kulturzentrum Gleis4. Es finanziert sich durch städtische Zuschüsse (40.000 Euro), Sponsorengelder und Spenden. Zu den zwei Geschäftsführern und der Teilzeitbürokraft kommt seit Oktober ein dualer Student für Messe-, Kongress- und Eventmanagement, etliche ehrenamtliche Helfer und einige Minijobs z.B. in der Gastronomie. Die 1. Frankenthaler Jazztage 2016 ist die erste Veranstaltungen, die mit Projektfördergeldern des Landes bezuschusst wird.

Vor der Podiumsdiskussion findet die Mitgliederversammlung Eventkultur Rhein-Neckar mit folgender Tagesordnung statt:

– Begrüßung
– Feststellen der Beschlussfähigkeit
– Vorstellung bisheriger Tätigkeiten (Bericht des Vorstands)
– Bericht Finanzen
– Entlastung des Vorstands
– Neuwahl im Vorstand
– Ausblick 2017 und Aktionen
– Vorstellung der Vorstandsarbeit, aktuelle Themen
– Aussprache (Gerne könnt Ihr uns vorab eure gewünschten Punkte und Fragen an kontakt@eventkultur-mrn.de zuschicken)

Pressemitteilung: Politik muss Kulturräume weiter stärken!

Eventkultur Rhein-Neckar, der Club – und Veranstalterverband in der Metropolregion unterstützt die Forderung des Bundesverband LiveKomm: Umdenken bei Stadtplanungsprozessen – Politik muss Kulturräume weiter stärken!

2016-09-PM-Bild-08Im Rahmen des Reeperbahn Festivals in Hamburg veröffentlicht der Bundesverband das Positionspapier „Kultur(frei)räume stärken!“. 

Das Positionspapier beinhaltet Forderungen und Handlungsempfehlungen an die Kommunal- sowie Bundespolitik, um Belange eines attraktiven, sicheren und sozial inklusiven Nachtlebens zu berücksichtigen. So sehen die Forderungen auf kommunaler Ebene u. a. eine stärkere Integration von Musikspielstätten, Open Air-Flächen und Bandübungsräumen in Planungsprozesse zur Stadtentwicklung vor.

Felix Grädler, 1. Vorsitzender von EventKultur Rhein-Neckar bestätigt die Aussage des Bundesvorsitzenden Karsten Schölermann: „Unsere Musikspielstätten haben in vielen Bereichen den Ruf, reine Amüsierbetriebe und Vergnügungsstätten zu sein. Dies ist für uns nicht weiter hinnehmbar, weshalb dieses Positionspapier auch die Akzeptanz als Kulturbetriebe einfordert. Musikspielstätten sollten endlich als engagierte Institutionen der Kultur begriffen und dementsprechend auch so behandelt werden.“

2016-09-PM-Bild-04Jedoch wollen wir als regionale Interessenvertretung auch die Gelegenheit nutzen vor allem die bereits positiven Entwicklungen hervorzuheben und unsere lokalen politischen Akteure damit bekräftigen den Weg weiterhin zu verfolgen, Musikspielstätten als produktiven Teil der Stadtentwicklung zu begreifen und zu nutzen. So wurden beispielsweise in Heidelberg mit der Sanierung der halle02 in der Bahnstadt und den aktuellen Planungen um den Karlstorbahnhof auf den Konversionsflächen zwei erfolgreiche Kulturhäuser tatkräftig unterstützt und mit Blick auf die Stadtentwicklung vorangebracht. Hier werden sicherlich auch in Mannheim bei den Konversionsflächen ähnliche Projekte in den Fokus kommen.

Auch im Hinblick auf die geforderten „Kommunikations- und Entscheidungswege“ ist die Metropolregion mit Beauftragten für Musik und Kreativwirtschaft vor allem in Mannheim schon lange auch national Vorreiter. In Heidelberg werden aktuell die Strukturen geprüft um kreative Stadtentwicklung und kulturelle Freiräume gemeinsam mit den Kreativen voranzubringen.

2016-09-PM-Bild-09Die Städte und Gemeinden der Metropolregion haben es schon weitestgehend verstanden das Potential der Kreativen zu nutzen und wir sind gespannt welche weiteren Maßnahmen und Projekte hieraus entstehen werden. Mit dem Zwischenraum-Kiosk (MA) und Raumfänger (HD) werden erstmals Zwischenraumkonzepte unterstützt – wir freuen uns über die Akzeptanz und ermutigen die Politik weiterhin Konzepte und Regelungen für Zwischennutzung und Nutzung des öffentlichen Raumes zu vereinfachen und gemeinsam Strukturen aufzubauen. Hier könnte auch regional ein Netzwerk entstehen dass das Zusammenwachsen der Metropolregion unterstützt und als Ansprechpartner für die Akteure, Verwaltung und die Politik fungiert.

Wir hoffen, dass die Bemühungen der Politik in der Region Früchte tragen und die schwierige Situation für Spielstätten dadurch in Zukunft das Clubsterben auch in der Region nicht weiter fortschreiten lässt. Hierzu soll in Kürze ein regionales Clubförderprogramm von EventKultur Rhein-Neckar gemeinsam mit Wirtschaft und Kommunen ins Leben gerufen werden.

EventKultur Rhein-Neckar e.V. steht mit seinen Mitgliedern und Partnern gerne als Ansprechpartner für die Weiterentwicklung in diesen Bereichen bereit!

Positionspapier LiveKomm
Pressemitteilung LiveKomm
Link zur LiveKomm