KULTUR GEGEN RECHTS

EventKultur e.V. unterstützt die Kampagne:

KULTUR GEGEN RECHTS

Das Jugendkulturzentrum FORUM und der Integrationsbeauftragte der Stadt Mannheim präsentieren eine Initiative gegen rechte Veranstaltungen. Kick off der Kampagne war am 10. März 2014 mit einem Grußwort von Kulturbürgermeister Michael Grötsch und einer Podiumsdiskussion mit namhaften Akteur*innen der Stadtgesellschaft.

  • Die Kampagne KULTUR GEGEN RECHTS richtet sich an Kulturschaffende, Veranstalter*innen und Gastronomiebetriebe
  • Neben der Informationsbroschüre sollen Bierdeckel, Outdoor-Aufkleber, Mehrwegbecher und Streichhölzer für Sichtbarkeit im Stadtleben sorgen
  • Das Bündnis Mannheim gegen Rechts, das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus, das Jugendzentrum in Selbstverwaltung Friedrich Dürr und der Stadtjugendring Mannheim beteiligten sich an dem Gemeinschaftsprojekt
  • Bundesweite Vernetzung: Die mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin und die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg lieferten wertvolle Beiträge
  • KULTUR GEGEN RECHTS ist ein Projekt des Mannheimer Aktionsplans für Toleranz und Demokratie (MAP), gefördert im Rahmen des Bundesprogramms TOELRANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN.

Mannheim, 24.02.2015 – Mit einer breit angelegten Initiative wollen das Jugendkulturzentrum FORUM und das Büro des Integrationsbeauftragten der Stadt Mannheim rechtsextremen Aktivitäten in Mannheim entgegenwirken. Das Ziel der Aktion: Kulturschaffende, Veranstalter*innen und Gastronomiebetriebe sollen unter dem Motto KULTUR GEGEN RECHTS einen in der ganzen Stadt sichtbaren Schulterschluss wagen.

„Die Initiative möchte zwei Dinge: Erstens keine Willkommenskultur für volksverhetzende Gesinnungen; und zweitens ganz praktische Unterstützung, wie sich Gastronomie und Eventhäuser vor dem Missbrauch ihrer Räumlichkeiten durch rechtsextreme Veranstaltungsformate wehren können“, bringt Claus Preißler, Integrationsbeauftragter der Stadt Mannheim, die Zielsetzung der Aktion auf den Punkt.

In der Broschüre zu KULTUR GEGEN RECHTS finden sich deshalb wertvolle Hinweise zu Codes der rechten Szene und wirksame Instrumente wie Vertragsentwürfe für Raumvermietungen, die umfassende Rücktrittsrechte bei diskriminierenden Veranstaltungsinhalten garantieren. Als Initiator der Aktion fungierte das Jugendkulturzentrum FORUM, das Ende 2013 eine breite Diskussion rund um rechte Bookings in der Metropolregion anstieß.

„Für uns war es als Sprachrohr der Jugendkultur wichtig, nicht nur in einer Protesthaltung gegen Bands wie Frei.Wild zu verharren“, erklärt Fabian Burstein, Leiter des Jugendkulturzentrum FORUM, „wir wollten an einer Strategie arbeiten, die Mannheim zum einen als weltoffene Kulturstadt positioniert und zum anderen ein Informationsservice für Akteur*innen aus dem Veranstaltungssegment liefert. Denn nirgendwo anders sind rechtsradikale Sozialisationsinstanzen so schädlich wie bei jungen Menschen.“

Der Titel der Initiative – KULTUR GEGEN RECHTS – lässt Raum für weitere Aktionen im Rahmen des jüngst für Mannheim bewilligten Anschlussprogramms des Bundes DEMOKRATIE LEBEN! Hierzu Claus Preißler: „In einer von Vielfalt geprägten Stadt wie Mannheim sind Offenheit, respektvoller Umgang und Verständigung unsere Handlungsmaxime. Haltungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sind deshalb nicht zu akzeptieren. Unser Anliegen ist es, eine solche Kultur der Anerkennung und Toleranz auf breiter gesellschaftlicher Basis zu fördern.“

Der Titel KULTUR GEGEN RECHTS möchte insbesondere das kreative Potenzial der Kulturschaffende sowie der Veranstalter*innen und der Gastronomieszene stimulieren, sich mit ihren Möglichkeiten gegen jede Form von Hetze und Herabsetzung zu engagieren.

Die Kampagne wirkt niederschwellig und soll möglichst schnell möglichst viele Gastronom*innen und Veranstalter*innen erreichen. Über einen Türsticker können sich Lokalitäten als Teil des Netzwerks deklarieren. Für den Innenraum stellt KULTUR GEGEN RECHTS Bierdeckel und Streicholzbriefchen zur Verfügung. Zusätzlich gibt es einen Mehrwegbecherverleih für junge Kulturinitiativen. Die umfassende Informationsbroschüre wird per Postversand an rund 250 Veranstaltungs- und Gastronomiebetriebe gehen. Um bei der Ausgestaltung der Inhalte größtmögliche Kompetenz zu bündeln, fungierte das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Mannheim als redaktioneller Dreh- und Angelpunkt.

Bei inhaltlichen Rückfragen zur Broschüre bzw. bei Beratungsbedarf im konkreten Fall steht das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus als Ansprechpartner zur Verfügung (Kontakt: bgr-mannheim@gmx.de). Bei Interesse an den Kampagnenmaterialien richten Sie Ihre Anfrage bitte an das Jugendkulturzentrum FORUM, fabian.burstein@forum-mannheim.de.