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Gemeinsame Pressemitteilung der Heidelberger Clubs in städtischen Liegeschaften & dem Clubverband EventKultur Rhein-Neckar zum Thema Mieterlass: “Clubs sind der soziale Klebstoff einer lebendigen und offenen Gegenwartskultur”

Heidelberg, 8. Mai 2020

Gemeinsame Pressemitteilung der Heidelberger Clubs in städtischen Liegeschaften & dem Clubverband EventKultur Rhein-Neckar zum Thema Mieterlass: “Clubs sind der soziale Klebstoff einer lebendigen und offenen Gegenwartskultur”

Die Heidelberger Clubs Villa Nachttanz, halle02, breidenbach studios und Karlstorbahnhof freuen sich über den überparteilichen Vorstoß einiger junger Stadträt*innen in der gestrigen Sitzung des Heideberger Gemeinderats. ​Marilena Geugjes (Grüne), Matthias Kutsch (CDU), Johannah Illgner (SPD) und Björn Leuzinger (Die Partei) ​sprachen sich für eine kommunale Unterstützung der Heidelberger Clubkultur aus und forderten unter anderem den Erlass der Mietzahlungen für städtische Liegenschaften. „Clubs ging es schon vor Corona schlecht. Jetzt haben sie überhaupt keine Einnahmen mehr. Sie brauchen unbedingt untere Unterstützung.“ so ​Grünen-Stadträtin Marilena Geugjes​.

Stadtrat Björn Leuzinger​ betonte, dass Clubs genauso zur Kultur gehöre wie beispielsweise das Theater. “Dementsprechend müssen wir sie genauso behandeln”, forderte er. “Wir hatten auch vor Corona schon ein massives Clubsterben und dürfen deshalb auf keinen Fall zulassen, dass auch nur ein weiterer Club in Heidelberg stirbt”, so Leuzinger. Auch ​Johannah Illgner, SPD-Stadträtin​, betonte, dass Clubkultur von immenser Bedeutung für viele Heidelberger*innen sei: „In Clubs finden nicht nur Parties statt, sondern auch Festivals, Lesungen und politische Veranstaltungen”, so Illgner.

Oberbürgermeister Eckart Würzner betonte, dass es im Kompetenzbereich des Gemeinderates läge, einen solchen Mieterlass für Heidelberger Clubs zu beschließen. Die Stadt werde dem Gemeinderat im nächsten Haupt- und Finanzausschuss deshalb einen Vorschlag zum Thema Wirtschaftshilfen machen, der auch die Kultureinrichtungen in städtischen Liegenschaften betreffen wird.

„Damit würde auch in Heidelberg endlich ein richtiger und wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Stützung der Livemusikclubs getätigt”, so ​Zora Brändle, Erste Vorsitzende des Clubverbands EventKultur Rhein-Neckar​. „Unsere Clubs halten sich mit aller Kraft über Wasser – aber die Mittel reichen nicht mehr“, so Brändle. Umfragen und Studien haben deutlich gemacht, dass die Miete den Monsteranteil an den von Clubs zu bewältigen Fixkosten ausmacht.

Der Mieterlass wäre deshalb für alle oben genannten Einrichtung eine enorme Erleichterung und würde ihnen eine Wiedereröffnung nach der Krise ermöglichen, ist sich ​Hannes Seibold​, Geschäftsführer der ​halle02​, sicher. Er betont: „Nicht nur für die halle02 ist die Miete neben den Personalkosten der größte Posten im Monat. Gerade für eine junge Stadt wie Heidelberg ist eine lebendige und kreative Clubkultur unerlässlich. Sie bildet den sozialen Klebstoff für eine vielfältige und offene Gegenwartskultur. Und mit mehr als 300.000 Besuchern pro Jahr sind wir Clubs der größte Kulturversorger in der Stadt. Ein Mieterlass hilft dabei, das coronabedingte akute Clubsterben zu verhindern”.

Shiva Hamid​, Geschäftsführerin der ​breidenbach studios​, fügt hinzu: “Clubs als Orte der Vielfalt und Nachtkultur sind essentiell für die Lebensqualität in Heidelberg. Wir Betreiber*innen können in dieser Krisenzeit jedes Entgegenkommen wirklich gut gebrauchen. Der Mieterlass kann hier allerdings nur ein erster Schritt sein, denn für die kleineren Spielstätten sind die weit größeren Kostenfaktoren sind die Instandhaltung der Immobilien und der Personalaufwand.”

Auch die ​Villa Nachttanz schließt sich dem Aufruf an. ​Johann König​, Vorsitzender des Vereins, gibt zu bedenken: „Es ist bisher kein Ende der eingeschränkten Kulturarbeit in Sicht. Ein Mieterlass würde Planungssicherheit geben in der unbekannten Krisenzeit und einige Läden vor einer möglichen Schließung bewahren. Nachdem wir solidarisch die Krise bewältigt haben, möchten wir wieder unseren kulturellen Beitrag am Stadtleben leisten.“

Cora Malik​, Geschäftsführerin des ​Karlstorbahnhofs​, spricht sich ebenfalls für einen Mieterlass aus: “Ein Mieterlass ist ein möglicher Baustein von kommunalen Maßnahmen, um Clubs und Kulturveranstalter*innen in dieser Krise zu unterstützen. Gleichzeitig kann die Stadt damit ein Zeichen für ein lebendiges Club- und Kulturleben setzen. Es wäre natürlich wünschenswert, dass auch private Vermieter diesem Beispiel folgen. Die Bewältigung der Krise kann nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen.”

Gezeichnet:
Shiva Hamid, breidenbach studios
Hannes Seibold, halle02
Cora Malik, Karlstorbahnhof
Johann König (Evan), Villa Nachttanz e.V.
Zora Brändle & Tobias Breier, EventKultur Rhein-Neckar e.V.

EventKultur Rhein-Neckar e.V.

vorstand@eventkultur-mrn.de www.eventkultur-mrn.de

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Rettet die Clubkultur!

Metropolregion Rhein-Neckar, 16. April

Rettet die Clubkultur!
Clubverband fordert schnelle kommunale Rettungsschirme

Seit einem Monat steht die Clubkultur in der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar still.  Dadurch sind die Einnahmen der ganzen Branche sofort um 100% eingebrochen. Damit sind Mitarbeiter*innen, sowie Freiberufler*innen und Kunstschaffende schlagartig ohne Beschäftigung und viele Clubs und Veranstaltungsorte stehen vor dem wirtschaftlichen Ruin. Seither haben die Clubs und Veranstalter*innen alles getan, was sie tun konnten: Crowdfunding, Geistertickets, Merchandising und Streaming-Formate wurden sofort erfolgreich umgesetzt. Bund und Länder haben Programme aufgelegt, um die unmittelbaren Ausfälle abzufangen. Auch manche Kommunen haben schnell reagiert und erste ergänzende Maßnahmen ergriffen. Doch die bisherigen Maßnahmen helfen vielen Betroffenen höchstens noch für einige wenige Wochen.Gestern wurde vermeldet, dass das Verbot von (Groß-)Veranstaltungen zunächst bis zum 31. August verlängert werden muss. Wir erwarten jeden Moment die konkreten Richtlinien der Länder was dies konkret für die Wiederaufnahme unserer Betriebe bedeutet. Trotz Kurzarbeitergeld und der bereits aufgesetzten Unterstützungsmaßnahmen werden die meisten Clubs und Veranstalter*innen allerdings nicht bis zu diesem Zeitpunkt durchhalten.

Um die lebendige und vielfältige Club- und Veranstaltungsszene der Metropolregion zu erhalten, brauchen wir jetzt kommunale Rettungsschirme. Gute Beispiele gibt es bereits in Berlin, Hamburg und Köln, wo die Livemusik-Bühnen und Tanzlocations mit Zuschüssen über viele Millionen Euro vor einer Insolvenz geschützt werden, bevor weitere staatliche Maßnahmen ergriffen werden können. Die Szene ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil der hiesigen Wirtschaft und Treiber für Innovation und Arbeitgeber, sondern auch ein wichtiger sozialer und demokratischer Begegnungsort für die Bewohner*innen der Region.

Als Vertretung der Clubs und Spielstätten und Veranstalter*innen in der Metropolregion arbeiten wir unermüdlich daran, dass es auch nach Corona Clubs, Spielstätten und Veranstaltungshäuser in unserer Region geben kann. Wir rufen alle Kommunen und Unterstützer*innen und Interessierte dazu auf, jetzt aktiv zu werden und sich mit uns aktiv für die Rettung der Clubkultur in der Metropolregion Rhein-Neckar einzusetzen.

Beispiele für wirkungsvolle kommunale Rettungsschirme finden sich zum Beispiel in Berlin, Köln und Hamburg: Soforthilfe für Clubs

Für den Vorstand und die Mitglieder von EventKultur Rhein-Neckar e.V.
Zora Brändle & Tobias Breier

 

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Corona Updates

Liebe Mitglieder und Interessierte

– Am Freitag, den 13.03.2020 hat die LiveKomm den „Krisenstab Corona“ eingerichtet. Bei der konstituierenden Sitzung sind erste Handlungsempfehlungen entstanden die ihr hier direkt nachlesen könnt: CORONA KRISENSTAB

– wir informieren über unser Facebook-Seite zu Updates aus der Branche & der Region

– wir sind derzeit mit verschiedenen Akteuren im Gespräch um eine regionale #Solikampagne auf die Beine zu stellen. Bitte gebt uns noch einen Moment Zeit.