Das war der Open Club Day 2020 in der MRN

Mannheim und Heidelberg, 6. Februar 2020

Mit den Menschen ins Gespräch gekommen
Positives Fazit zum Open Club Day 2020 in der Metropolregion

Im Clubverband EventKultur Rhein-Neckar e.V. sind zahlreiche Spielstätten und Kulturereignisschaffende  aus der Metropolregion Rhein-Neckar vernetzt. Dieses Jahr beteiligte sich der Verein zum ersten Mal mit einem breit aufgestellten Programm am europaweiten Open Club Day, an dem auf Initiative des europäischen Clubverbands Live DMA und des deutschen Clubverbands LiveKomm die Türen vieler Clubs tagsüber für alle Interessenten geöffnet wurden.

Seit mehreren Jahren findet am ersten Samstag im Februar der Open Club Day statt, bei dem in der Region bislang nur vereinzelt Clubs wie die halle02 in Heidelberg dabei waren. Auf Initiative des regionalen Clubverbands EventKultur präsentierte sich das Nachtleben am 1.2.2020 zum ersten Mal in der ganzen Metropolregion Rhein-Neckar mit einem gemeinsamen Tag der offenen Clubtür.

© halle02/Andreas Defren

© halle02/Andreas Defren

© halle02/Andreas Defren

© Anna Blaich

© Sören Landmann


Zahlreiche Besucher fanden sich in den größeren Clubs wie dem MS Connexion in Mannheim ein, der mit Führungen und einem offenen Soundcheck einen aufregenden Blick hinter die Kulissen eines Veranstaltungsbetriebs ermöglichte. Im Heidelberger Karlstorbahnhof bot der Security Talk ein entspanntes Gespräch über die Arbeit an der Tür. Das Kulturzentrum DasHaus in Ludwigshafen bot neben Führungen auch Frühstück und einen Flohmarkt an.

Aber auch kleinere Clubs wie die Breidenbach Studios oder Cave54 in Heidelberg nahmen den Aufwand auf sich, ihre Betriebe tagsüber zusätzlich zum Abendbetrieb kostenlos der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Neu war außerdem die Erweiterung des Angebots über die Oberzentren hinaus. Mit dem Kulturzentrum Gleis 4 in Frankenthal war zum ersten Mal ein Club aus dem Umland vertreten und somit die Bedeutung des Nachtlebens auch in kleineren Kommunen unterstrich.

 

„Es freut mich sehr, dass wir in der Metropolregion mit dem Blicken hinter die Kulissen das Verständnis für unseren Arbeitsalltag fördern konnten”, so Zora Brändle, erste Vorsitzende von EventKultur Rhein-Neckar. “Solche niederschwelligen Angebote für Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind für eine vielfältige und beständige Clubkultur ein wichtiger Faktor. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die den dritten Open Club Day auch in der Metropolregion Rhein-Neckar möglich gemacht haben.“


In der Nacht auf Sonntag konnten alle Besucher des Tages das nächtliche Kerngeschäft besuchen, das mit speziellen Angeboten zum Open Club Day erweitert wurde. Hendrik Meier, erster Night Mayor Deutschlands, führte eine Delegation von 15 Vertretern aus Politik und Presse durch das Mannheimer Nachtleben: „Mich hat es sehr gefreut, dass so viele Mannheimerinnen und Mannheimer mit großem Interesse hinter die Kulissen der hiesigen Clublandschaft geschaut haben. Sei es bei gediegenem Jazz, basslastigem Hiphop oder industriellem Goa – der Open Club Day hat der Stadt gezeigt, vor welchen komplexen Herausforderungen die Betriebe im Alltag stehen und wie vielfältig das Mannheimer Nachtleben ist. Mit der Verabschiedung einer Clubförderung durch den Gemeinderat sind wir dem langfristigen Erhalt einer Clubkultur ein großes Stück näher gekommen.“ 

Alle Beteiligten waren sich sicher: Am 6.2.2021 sind sie wieder dabei, und wahrscheinlich werden bis dahin noch einige Clubs auf den Zug aufspringen.