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Pressemitteilung 15.08.2012:

Gründung „EventKultur Rhein-Neckar, Verband der Clubbetreiber, Veranstalter & Kulturereignisschaffenden der Metropolregion Rhein-Neckar e.V.“

Allabendlich kommen auf den Bühnen des Rhein-Neckar Deltas Live Acts und DJs mit einem großen Publikum zusammen. Höchste Zeit, dass sich auch die Kulturschaffenden aus der Metropolregion Rhein-Neckar zusammentun.

Mitte Juni wurde der Verein  „EventKultur Rhein-Neckar, Verband der Clubbetreiber, Veranstalter & Kulturereignisschaffenden der Metropolregion Rhein-Neckar e.V.“ gegründet. Der Verband fungiert als Sprachrohr und Schnittstelle zugleich. Er vertritt die Interessen seiner Mitglieder in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und arbeitet an einer positiven Wahrnehmung der Musik-, Event- und Kulturszene.

Aktuell haben sich in dem neu gegründeten Verein knapp 40 Gründungsmitglieder aus Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen zusammengeschlossen, weitere Anfragen liegen bereits vor. Unter den Mitgliedern sind sowohl kleinere Gastronomen mit regelmäßigem Livemusikangebot, Clubs, sowie regional und international agierende Veranstalter aus dem Rhein-Neckar Gebiet.

„Die Gründung eines regionalen Verbandes der ansässigen Eventkulturschaffenden war lange überfällig“ sagt Janina Klabes vom „Clustermanagement Musikwirtschaft Mannheim &  Region“, welches die Gründung des Vereines maßgeblich vorbereitet hat. Die aktuelle Debatte über die Gema Tarifreform beschleunigte das Verfahren wesentlich.

Durch diesen neuen GEMA Tarif sehen sich viele der Clubs in ihrer Existenz bedroht. Die von der GEMA vorgestellte Tarifreform hat für den Großteil der Clubbetreiber und Veranstalter wesentlich höhere Beiträge zur Folge (zum Teil bis zu 1000%). „Ändert sich an dieser Situation nichts, sind die Clubs gezwungen die Mehrkosten an die Besucher weiterzugeben, da sie von den Spielstättenbetreibern nicht kompensiert werden können. Dies wirft mit hoher Voraussicht neue Probleme auf und hat sogar die eventuelle Schließung von Clubs zur Folge.“ sagt Felix Grädler, der neue Vorsitzende des Clubverbands und selbst Clubbetreiber.

Erste Aktivitäten des neuen Vereins werden also neben einer Präsentation auf dem Reeperbahnkongress in Hamburg (Branchentreffen der Musikwirtschaft) auch die Teilnahme an nationalen GEMA-Aktionsbündnissen und Diskussionen sein. Auch im neu gegründeten Bundesverband für Musikspielstätten „LiveKomm“ wird der Verein aktiv sein.

Weitere zentrale Themen des Vereins sind: Funktion als Anlauf- und Beratungsstelle, Informationsaustausch unter Mitgliedern, Vernetzung der Mitglieder, Organisation von Netzwerktreffen und Vorträgen, Lobbyarbeit, Tarifberatung, Energieberatung, Nachwuchsförderung u.v.m.

„Allabendlich kommen auf unseren Bühnen Künstler mit Publikum zusammen und erschaffen so Erlebnisse, die prägend und inspirierend für Werte und Stile sind. Das ist die gesellschaftliche und soziale Dimension der Eventkultur“, erläutert Melanie Köhler, die neu gewählte politische Sprecherin des Vereins.

Die Club- und Veranstalterszene, sowie die gesamte Ausgehkultur soll als Teil der Kreativwirtschaft im politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Bewusstsein und Leben nachhaltig verankert werden. Denn eine ausgeprägte EventKultur spiegelt nicht nur den musikalischen Zeitgeist wieder, sondern bedeutet auch eine hohe Lebensqualität.

Es ist wichtig, dass die wirtschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen verbessert werden. Sebastian Dresel, Beauftragter der Kultur- und Kreativwirtschaften betont: „Auch die Kommunen haben mittlerweile die Bedeutung von urbaner Event-Kultur als harten Standortfaktor für das Entwicklungs- und Innovationspotential einer Region begriffen.“

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