Studie zur Veranstaltungswirtschaft in der Metropolregion Rhein­Neckar

► Pressemitteilung verschickt: zur Veröffentlichung unserer Studie zur Veranstaltungswirtschaft in der Metropolregion Rhein­Neckar
► Studie am Freitag jetzt zum Download bereit

Spätestens mit der Schließung lang etablierter Clubs in der Metropolregion Rhein­Neckar ist das Phänomen des Clubsterbens auch hier angekommen. Was einen Verlust kultureller Vielfalt zur Folge hat, wird auch vom Club­ und Veranstalterverband Eventkultur Rhein­Neckar mit Sorge betrachtet. “Wenn wir jetzt nicht handeln kriegen wir das in fünf Jahren nur mit sehr viel Mühe und Geld wieder aufgebaut. Deshalb fordern wir die Umsetzung unseres regionalen Clubförderkonzeptes, eine finanzielle Unterstützung des Clubverbandes EventKultur und mehr Räume für Clubs in der Region.”

Um dem Clubsterben entgegenzutreten und fundierte Maßnahmen zum Erhalt der Clubkultur zu erarbeiten, hat unser Verband Anfang 2018 Studierende der Dualen Hochschule Mannheim und der Popakademie Baden­Württemberg beauftragt die Veranstaltungswirtschaft in der Metropolregion Rhein­Neckar zu untersuchen.
Die Studie bildet hierzu die wichtigsten Zahlen ab und gibt spannende Einblicke zum Thema Kultur als Standortfaktor, die durch Befragungen von Konsumenten, als auch durch Interviews mit Experten gewonnen wurden.

Ergebnis der Befragung ist z.B., dass das Feiern gehen neben kultureller Beschäftigung, Sport und dem gemütlichen Ausgehen weiterhin die vierte große Säule der Freizeitbeschäftigung ist, die Zufriedenheit der Nutzer mit dem Nachtleben jedoch im Vergleich mit anderen relevanten Standortfaktoren in der MRN am geringsten und die Unzufriedenheit mit ca. 21% am höchsten ist.
Vor allem das Angebot an Live­Musik, die Programmvielfalt im Club und die Anzahl unterschiedlicher Clubs sorgen für Unzufriedenheit, ein klarer Trend zeichnet sich bei Nutzern ab: Mehr Vielfalt muss her! Die Arbeit der Popakademie, bei der Betreiber und Veranstalter befragt wurden, kommt zu ähnlich kritischen Schlüssen. So wird die zukünftige Wirtschaftslage von 25% der Betreiber und Veranstalter als kritisch betrachtet, es mangele häufig an Unterstützung bei Behördengängen, Förderanträgen und veranstaltungsrechtlichen Auflagen. Die wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Anerkennung der Veranstaltungswirtschaft wird außerdem als mangelhaft wahrgenommen.

Was gilt es also nun zu tun? Der bürokratische Aufwand muss verringert werden, ein Clubförderkonzept muss eingeführt werden. Der Dialog mit der Politik muss stetig gesucht werden, Branchenverbände und Netzwerke sollten außerdem eine stärkere strukturelle Unterstützung erfahren und auch die Stakeholder außerhalb der Veranstaltungsbranche müssen für die pop­ und subkulturelle Szene sensibilisiert werden.
Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist die bundesweit erste Ernennung eines Nachtbürgermeisters in Mannheim, die der Verband gerade mit der Kulturellen Stadtentwicklung Mannheims initiiert hat. Hendrik Meier wird hier von nun an zwischen Clubszene, Anwohnern und Behörden vermitteln.

  • Die komplette Pressemitteilung (3 Seiten, 285KB) könnt ihr hier als PDF laden / anschauen.

Mehr Informationen rund um die Studie und deren Ergebnisse gibt es bei folgenden zwei Terminen. Hierzu sprechen Felix Grädler, 1. Vorsitzender Eventkultur Rhein­Neckar, Hendrik Meier (Popakademie Baden­Württemberg) und Magdalena Wilhelmstrop (Popakademie Baden­Württemberg).

Termine zur Vorstellung inkl. Rückfragemöglichkeiten:

Die Studie wird wurde am Freitag 21.9.2018 hier auf dieser Webseite zum Download veröffentlicht.
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