Sind unsere Clubs am Ende?

Podiumsdiskussion zu aktuellen Problemen für Clubs und Veranstaltungshäuser

Im Rahmen der Mitgliederversammlung 2016 des Club- und Veranstalterverband Eventkultur Rhein-Neckar wollen wir mit 3 Experten best-practice Beispiele, verschiedene Betreibermodelle und die aktuellen Herausforderungen der Club und Veranstaltungsszene diskutieren.

2. November, 17-19.30 Uhr, im Musikpark Mannheim
Moderation: Daniel Nagel, regioactive, Backstage Pro – Das Profinetzwerk für die Musikszene

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Ob hohe Anforderungen von GEMA, KSK, Landesbauordnung, Lärmproblemen, ausbleibenden Gästen, Besteuerungsmodellen, Wandel der Besucherinteressen, Auflagen der Kommune, Stress mit Behörden, Polizei, Gästen – oder den rechtlichen Folgen.
Meist stehen Betreiber von Musikspielstätten gefühlt mit einem Bein im Knast. Dazu bleibt dennoch der Eindruck in der Öffentlichkeit, dass mit dem Betrieb eines Clubs „ein Haufen Kohle“ zu verdienen ist. Wir diskutieren wie es tatsächlich ist und was die Herausforderungen im Spielstättenbetrieb von heute sind – mit:

Sören Gerhold, Geschäftsführer Alte Feuerwache Mannheim (gGmbH)
Seit Herbst 2009 war Gerhold, geboren 1983 in Speyer, Assistent und Stellvertreter des Geschäftsführers. Bereits seit 2004 ist Gerhold als Mitarbeiter in der Alten Feuerwache in unterschiedlichen Bereichen des Eventmanagements tätig und absolvierte dort seine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann. Seit Oktober 2012 ist er Geschäftsführer und Vertritt somit ein Veranstaltungshaus in städtischer Hand. Gerhold führt ein Team von zwölf Vollzeit-Mitarbeitern. Der städtische Zuschuss für die Feuerwache beträgt inzwischen jährlich 778 000 Euro, dazu kommen projektgebundene Zuschüsse unter anderem vom Land.

Guy Dechandol, ehemaliger Geschäftsführer des Schwimmbad-Musik Club Heidelberg
ab 2004 bis 2015 Geschäftsführer des Schwimmbad Musik-Club in Heidelberg. der deutschlandweit bekannte Laden wurde 1979 eröffnet. Das Konzept: Live-Musik, aber auch regulärer Diskobetrieb. Von Anfang an bekam der Club nie irgendeine finanzielle Förderung seitens der Stadt Heidelberg. Ab Mitte der 1980er Jahre treten Bands auf, die später weltberühmt werden sollten: Green Day, Soundgarden, Lemonheads, Guano Apes, Fury in the Slaughterhouse, Wir sind Helden, Reamonn, Sportfreunde Stiller oder Die Fantastischen Vier. In den späten 80ern und den 90ern fühlten sich im Schwimmbad-Club vor allem Fans alternativer Musik zu Hause. 2015 entscheidet der Betreiber den Betrieb zu schließen, da er keine Zukunftsaussichten nach einer notwendigen Sanierung durch den Eigentümer sah.

Tiemo Feldmann, Geschäftsführer Kulturzentrum Gleis4 Frankenthal (gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)
Im September 2014 eröffnete der Musiker, Schlagzeuglehrer und Inhaber der Music Academy Frankenthal zusammen mit Beate Vogel nach einjährigem Ausbau das Kulturzentrum Gleis4. Es finanziert sich durch städtische Zuschüsse (40.000 Euro), Sponsorengelder und Spenden. Zu den zwei Geschäftsführern und der Teilzeitbürokraft kommt seit Oktober ein dualer Student für Messe-, Kongress- und Eventmanagement, etliche ehrenamtliche Helfer und einige Minijobs z.B. in der Gastronomie. Die 1. Frankenthaler Jazztage 2016 ist die erste Veranstaltungen, die mit Projektfördergeldern des Landes bezuschusst wird.

Vor der Podiumsdiskussion findet die Mitgliederversammlung Eventkultur Rhein-Neckar mit folgender Tagesordnung statt:

– Begrüßung
– Feststellen der Beschlussfähigkeit
– Vorstellung bisheriger Tätigkeiten (Bericht des Vorstands)
– Bericht Finanzen
– Entlastung des Vorstands
– Neuwahl im Vorstand
– Ausblick 2017 und Aktionen
– Vorstellung der Vorstandsarbeit, aktuelle Themen
– Aussprache (Gerne könnt Ihr uns vorab eure gewünschten Punkte und Fragen an kontakt@eventkultur-mrn.de zuschicken)